Aufbau einer Biogasanlage
In der Landwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Bauweisen und Techniken bei
Biogasanlagen. Grundsätzlich wird zwischen dem Durchfluss- und Speicherverfahren unterschieden.
Bei Durchflussanlagen wird täglich kontinuierlich Substrat dem Fermenter zugeführt und eine entsprechende Menge ausgefaulten Substrats abgeführt. Durch eine gute Führung des
Substratstroms muss erreicht werden, dass das frisch zugeführte Substrat entsprechend der theoretischen mittleren Verweilzeit möglichst lange im
Fermenter verweilt.
Bei Speicheranlagen wird ein Lagerbehälter für Gülle durch entsprechende Isolation, den Einbau einer Heizung und eines Rührwerks selbst zum Fermenter. Zwingend notwendig sind bauliche Maßnahmen, um den Güllebehälter gasdicht auszubilden. Meist schließt sich ein zweiter Endlagerbehälter an. Die Entleerung des Fermenters erfolgt nicht zwingend kontinuierlich, somit eröffnet sich hier ein Speicherpotential. Der Fermenter darf maximal auf ca. 30% des Lagervolumens entleert werden, um noch genügend
Impfsubstanz für das nun kontinuierlich zuzuführende Frischsubstrat zu haben. Bei Speicheranlagen ist die mittlere Verweildauer länger, weil die Prozesstemperatur meist niedriger gehalten wird. Ein Nachteil dieser Variante ist, dass die Wärmemenge, die zum Heizen des Substrats aufgrund der großen Oberfläche notwendig ist, in der Regel höher ausfällt.
Die Anordnung oder Kombination der Baukomponenten variiert je nach angewendetem Verfahren.
Im wesentlichen bestehen
Biogasanlagen aus fünf Baukomponenten
- Vorgrube
- Fermenter
- Gasspeicher
- biogastauglicher Motor
- Substratendlager